Dienstag, 5. November 2013

30.10. Isla Floreana - Isla Santa Cruz 
Standortkoordinaten: S00.74586, W090.31260

Nach dem Frühstück gehen wir kurz rüber zum La Loberia Strand, die Schnorchelausrüstung im Gepäck. Wir sind wieder ganz alleine bis auf die vielen großen Schildkröten mit denen wir im Meer zusammen schwimmen und tauchen. Sie lassen sich beim Fressen an den Korallenriffen überhaupt nicht stören. Eine ganze Familie, fünf an der Zahl auf einem Haufen. Später entdecken wie noch weitere. Ab und zu erfasst die Strömung ihre Panzer wie Segel im Wind und sie müssen sich mit ihren kleinen Ärmchen erst wieder in Position rudern.

Am Nachmittag geht es leider schon wieder im Speedboot in eineinhalb Stunden zurück nach Santa Cruz. Gerne währen wir noch ein paar Tage länger geblieben, aber Morgen geht es ja schon für sechs Tage auf eine kleine Kreuzfahrt.
Floreana Island

Denkmal Hr. Wittmer
29.10. Isla Floreana 
Standortkoordinaten: S01.27722, W090.48814

Unsere 3 Taschen sind gepackt, denn wir sind um 8.00 Uhr mit Frau Wittmer verabredet. Was uns erwartet ist echter Luxus für uns. Eine kleine Villa am Strand, mit direktem Zugang zum Meer. Wir können gleich einziehen. Eine Küche, Kühlschrank, Hängematten im Garten, alles da. Schade, dass wir nur 1,5 Tage Zeit haben. Hier wäre ich gern noch 3 weitere Tage geblieben. Gefrühstück wird auf der Terrasse. 

Wir testen heute Vormittag unsere Schnorchelausrüstung am hauseigenen Strand und können sogleich hinter einer Schildkröte schwimmen, leider haben wir keine Unterwasserkamera. Der Strandabschnitt gehört uns heute ganz alleine, denn es sind auch keine Touristen im Hotel Wittmer.

Nachmittags spazieren wir zum nicht weit entfernten La Loberia Strand. Ganz alleine sind wir aber nicht. Tausende von bunten Krebsen rennen auf den Lavasteinen vor uns weg, Landiguane sonnen sich auf den Felsen, Seelöwen mit ihren Jungen dösen am Strand und große Meeresschildkröten schwimmen zu Dutzenden direkt vor uns im glasklaren Wasser. Sie heben nur kurz alle paar Minuten ihren Kopf um Luft zu holen, dann tauchen sie wieder ab. Auch ohne Kreuzfahrt gefallen uns die Galapagosinseln sehr gut. Selten kommt man Tieren in freier Wildbahn ohne Zaun und Gehege, ohne Führung und ganz alleine ohne Touristenmassen so einfach so nah.

Unsere Villa für eine Nacht

Meeresiguana
La Lobería


28.10. Isla Santa Cruz - Isla Floreana
Standortkoordinaten: S01.27722, W090.48814

Die Insel Floreana ist mit nur 100 Einwohnern bewohnt. Der Transfer zu der Insel dauert 1,5 Stunden. Wir haben Glück und können ein Tourticket ergattern, was uns erlaubt, erst zwei Tage später zurückzufahren. So unternehmen wir bis mittags eine geführte Tour durch die Highlands. Hier erfahren wir viel über die riesigen Schildkröten, die auch hier aufgezogen werden, erkunden die uralten Piratenverstecke und hören das erste mal von der Galapagos Affaire. In den 30er Jahren liessen sich einige Deutsche auf der Insel nieder, von denen einige nach und nach unter recht mysteriösen Umständen ums Leben kamen. Die ganze Geschichte fängt mit dem deutschen Dr. Ritter an, der auf dieser Insel nach den Piraten und Walfängern 1929 der erste wirkliche Siedler war. Er sah sich selber als so eine Art Robinson Crusoe, liess sich alle Zähne ziehen, lebte nackt und war Vegetarier. In die Galapagosaffaire war u.a auch die Familie Wittmer verwickelt, die noch heute in der 3. Generation ein Hotel direkt am schwarzem Strand betreibt. Die ganze spannende Geschichte der deutschen Auswanderer ist unter folgendem Link zusammengefasst: http://de.wikipedia.org/wiki/Galápagos-Affäre

Wir wissen von einer Agentur, dass es hier ein Haus geben soll, dass mit Küche vermietet wird. Das ist super für uns, denn wir haben aus Guayaquil immer noch die Essensvoräte dabei und auf der Insel Floreana wird es wohl mit einem einzigen Krämerladen und drei Restaurants richtig teuer werden. Leider finden wir dieses Haus nicht und suchen uns erstmal eine andere Unterkunft. Am Abend auf dem Weg zum kleinen schwarzen Strand treffen wir Frau Wittmer und erfahren, dass das Haus, das wir suchen auf ihrem Grundstück steht und ihrer Schwester gehöre. Wir können uns es am nächsten Morgen anschauen und ja, es hat eine Küche. 







Das ist mir alles zuviel heute
27.10. Isla Santa Cruz (Galapagos)
Standortkoordinaten: S00.74586, W090.31260

Mit dem kleinen Wassertaxi geht es vom Pier aus in wenigen Minuten auf die andere Seite des Hafens. Wir besuchen die kleine Schlucht von Las Grietas. Die  ganz mutigen Einheimischen springen von der höchsten Klippe abwärts ins kühle Nass. Wir belassen es beim Schwimmen, denn die Klippe ist 15 Meter hoch.

Auf dem Rückweg verweilen wir in einer wunderschöne schneeweißen Sandbucht mit klarem, warmen Meerwasser. Die ersten Seefahrer berichteten von kleinen Vögeln die so zutraulich waren, dass man sie mit der Hand fangen konnte. Und tatsächlich: kaum holen wir unser mitgebrachtes Picknick aus dem Rucksack, sind wir umringt von vielen verschieden Darwin Finken, die dreist versuchen, die Kekskrümel zu stibitzen. Dabei landen sie auch gerne mal auf dem Oberschenkel oder auf unseren Armen.

Der Besuch des Charles Darwin Research Center darf ebenfalls nicht fehlen. Im Darwin Research Center bestaunen wir Riesenschildkröten. Bis zu einen Kilometer pro Stunde kommen sie voran. Das Herz eines solchen Tieres schlägt sehr langsam, nur 16 -18 mal die Minute. Im Center werden die Eier der Schildkröten ausgebrütet. Je nach Temperaturunterschied wird aus einem Ei ein Weibchen oder Männchen und sobald die Schildkröten groß genug sind, werden sie auf ihrer Ursprungsinsel wieder ausgesetzt. Nur Lonesome George, so der Name einer Riesenschildkröte, konnte man leider nicht zu einer Paarung ermutigen, obwohl ihm sogar zwei Weibchen zugeteilt wurden. Da er der letzte seiner Art war, ist diese Schildkrötenrasse leider ausgestorben. Zehntausende Schildkröten sollen einmal die Galapagosinseln bevölkert haben, bis die ersten Seefahrer anlandeten. Zuerst die Piraten, dann die Walfänger haben die Schildkröten und Seelöwen fast ausgerottet. 

Auch Iguane befinden sich im Center. Das sind diese drachenähnlichen Echsen, die man von Fotos kennt. Im Gegensatz zu den Meeresiguanen, sind die Landiguane um einiges größer und eindrucksvoller.

Las Grietas




Schildkröten im Darwin Center


Landiguana

Donnerstag, 31. Oktober 2013

26.10. Isla Santa Cruz (Galapagos) - Fischmarkt  - Tortuga Bay
Standortkoordinaten: S00.74586, W090.31260

Am Morgen gehen wir auf Entdeckungstour. Wir kommen am sogenannten Fischmarkt vorbei. An dem einzigen Verkaufsstand spielt sich alles ab. Hoteliers kaufen hier ihre Langusten in Massen ein, einheimische ergattern für ihre Almuerzos die Fische. Wir verweilen hier ein wenig, denn es ist ein Schauspiel wie sich dort die Tiere benehmen, Bauchmuskelkater inklusive. Braunpelikane, Robben, Blaufusstoelpel, alle wollen die Fischreste zum Frühstück. 

Der weitere Fußmarsch bringt uns zur Tortuga Bay. Hier bewundern wir nicht nur den schneeweißen Sandstrand, sondern auch die Meeresiguane, die hier zu  Dutzenden im Sand die Sonne genießen und sich nur schwerfällig von ihrem Platz bewegen. 




Fischmarkt












Meeresiguane


25.10.  Guayaquil - Galapagos Santa Cruz 

Wir haben uns gestern spontan entschieden, von hier aus zu den Galapagos Inseln zu fliegen, direkt und ohne Zwischenlandung. Der Flug dauert 1 1/2 Stunden. Die Räder und unser Gepäck sind sicher im Büro der Chefin des Hauses Montesa untergebracht. Wir reisen lediglich mit 3 Fahrradtaschen und unserem Rucksack. 

Die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen ist mal wieder ein Traum. Der Taxifahrer, die Reinkarnation von Michael Schumacher, kennt nur Vollgas und Bremse. Es geht natürlich nicht direkt zum Flughafen. Zuerst steuert er eine Tankstelle an und reiht sich in die Schlange der wartenden Autos ein. Haben wir das schon einmal anders erlebt? Er tankt 4 Liter Benzin für 2 US-Dollar. Was für ein Glück, dass der Flughafen nicht weit entfernt ist. Auch auf den Tankstellen in Ecuador steht das Wachpersonal mit Pumpguns. In Guayaquil ist so einiges mit diesen Herren bewacht, an jeder Ecke Polizei auf Fährräder, Motorräder und Autos. 

Auf der Insel Santa Cruz angekommen, geht die Suche nach einer Übernachtungsstätte los. Unser Ziel, ein empfohlenes Hostal mit Küche, Fehlanzeige ausgebucht. Nur blöd, dass wir so einiges an Essen mitgenommen haben. Andere Hotels sind einfach zu teuer. Nach längerer Suche finden wir dann im hinteren, älteren Teil des Flamingo Hotels eine adäquate Unterkunft, nur leider ohne Küche. 

Polizist an der Tankstelle


24.10. Guayaquil

Sightseeing in Guayaquil. Wobei die wenigen touristisch interessanten Sehenswürdigkeiten stark bewacht sind. An der langen Strandpromenade stehen private Wachdienste und die Polizei alle 50 Meter. Auch der Weg zum Leuchturm auf dem kleinen Hügel Santa Ana wird stark bewacht. In der Innenstadt wimmelt es nur so vor Polizei. Uns soll es recht sein. Etwas unwohl ist uns aber schon, schließlich stehen die Jungs ja hier nicht grundlos rum. Na hoffentlich gibt es auch noch ein paar Polizisten in den Außenbezirken. Denn wir müssen ja irgendwann noch mal aus der Innenstadt heraus aufs Land fahren. Und die Vorstädte in Südamerika erstrecken sich über Kilometer und sind eben nicht mit Beverly Hills, Blankenese oder Notting Hill zu vergleichen.