Montag, 18. November 2013

15.11. Canoa - Pedernales 95 km
Standortkoordinaten: N00.06845, W080.05799

Wir schlafen heute etwas länger, denn geplant sind nur 44 km bis Jama. Dort treffen wir auch zügig ein, nur möchten wir gern wieder Strandnähe spüren. Also heißt es weiterfahren bis Pedernales. In einer scharfen Linkskurve bleibt Simon plötzlich abrupt stehen. Um 15:10 Uhr bremst Simon stark ab, denn wir stehen direkt auf dem Äquator. Mit einem Bein auf der Südhalbkugel und mit dem anderen auf der Nordhalbkugel. Schon lustig, aber geändert hat sich nichts. Es gibt auch kein Schild und keine Hinweistafel, dass wir uns nun auf dem Äquator befinden. Immerhin ist es die geografische Linie nach dem dieses Land benannt wurde.


Äquator Nordhalbkugel 
Äquator Südhalbkugel
Foftein an der Kokosnussbar an der Straße

14.11. Crucita - Canoa 79 km
Standortkoordinaten: S00.47157, W080.45235

Die Route heute ist ziemlich unspektakulär. Ich bin nur froh, dass wir immer noch auf dem Seitenstreifen fahren können. Heute übernachten wir kostenlos bei Mauricio, den wir über die Plattform Warmshowers angeschrieben haben. In Canoa angekommen, müssen wir erstmal etwas essen. Anschließend treffen wir uns mit Mauricio am Strand. Wir sind schon ganz gespannt, denn Mauricio hat ein Hotel gebaut, das fast eröffnet werden kann. Wir dürfen heute Nacht probeschlafen. Unser Fahrradtag ist noch nicht zu Ende, denn eine kleine Hürde müssen wir noch nehmen. Das Hotel liegt auf einer Klippe oberhalb von Canoa. Bergauf mit den Rädern. Oben angekommen verschlägt es mir den Atem. Der Blick ist atemberaubend, Pazifik soweit das Auge reicht. 



Hotel Shanti



Donnerstag, 14. November 2013

13.11. San Lorenzo - Crucita 79 km
Standortkoordinaten: S00.86130, W080.53651

Auf und ab und auf und ab geht es den ganzen Tag über Hügel. Zwischendurch passieren wir die hässliche Hafenstadt Manta. Viel Müll, viel Verkehr, viele Abgase. Schnell weiter bis nach Crucita mit dem langen Strand. 

Holzbootbauer in Manta 

12.11. Puerto Lopéz - San Lorenzo 75 km
Standortkoordinaten: S01.07020, W080.90614

Auf geht's, Faulenzen können wir später noch. Laut unseren Recherchen soll es erst im 113 km entfernten Manta eine Unterkunft geben, das glauben wir nicht. Die Dörfer, die davor kommen sind nun auch nicht so klein. Der Weg führt uns wieder über kleine Hügel. Ein wenig kämpfen wir mit der Luft, denn wir fühlen uns mal wieder wie im Gewächshaus. Kurz vorm Mittag sind wir aus dem kleinen Dschungel wieder heraus und fahren einige Kilometer direkt an der Küste entlang. Wir sehen die kleine Insel Isla de la Plata. Diese Insel wird auch Galapagos für Arme genannt. Auch hier können Tagestouristen mit Schildkröten schnorcheln oder die Blaufußtölpel bewundern. 

Zur Mittagszeit treffen wir kurz vor Santa Rosa auf verschiedene kleine Strohhäuser, die einen Mittagstisch anbieten. Das Glück ist auf unserer Seite, denn es ist noch keine 14 Uhr und es gibt ein Almuerzo für uns. In Ecuador gibt es den Mittagstisch nur zwischen 12 Uhr und 14 Uhr. In Santa Rosa finden wir leider keine Unterkunft. Von San Lorenzo wissen wir, dass es eine Unterkunft geben soll, die von einem Skandinavier betrieben wird, aber mit 175 US-Dollar ist uns das ein wenig zu günstig..... Eine weitere Unterkunft wäre mit Matratze auf Brettern ohne Dusche. 

Nach weiterem Suchen, finden wir dann die letzte Unterkunft im Dorf. Leider ist keiner anwesend, da Nebensaison ist. Nur eine Telefonnummer ist an die Hauswand gepinselt. Ich versuche ein Telefon zu finden und diese Nummer anzurufen. Wir treffen einige Straßen weiter auf zwei Jungs und ich erkläre unsere Situation. Daraufhin zeigt einer der Jungs auf die gegenüberliegende Straßenseite auf einen älteren Herrn, der der Besitzer der kleinen Anlage sei. Wir schauen uns das Zimmer mal an. Einfach, schlicht, mit Terrasse und Blick zum Meer und wir einigen uns auf 20 Dollar. 


Buckelwal-Skelett

Montag, 11. November 2013

11.11. Puerto Lopéz
Standortkoordinaten: S01.54778, W080.80996

Für umgerechnet 10 Euro pro Person überlegen wir nicht zwei Mal und bleiben gleich noch eine Nacht. Stichwort: Sommer, Sonne, Strand, Meer, Palmen, blauer Himmel, Swimmingpool...

Another day in the office

10.11. Ayampe - Puerto Lopéz 22 km
Standortkoordinaten: S01.54778, W080.80996

Es war eine sehr ruhige Nacht ohne Lärm von Hunden, krähenden Hähnen, Auto Alarmanlagen, Musik der Nachbarn oder dem allgemeinen Straßenlärm. Wir lassen uns heute morgen genügend Zeit zum Frühstücken, denn heute wird der Tag ziemlich entspannt. Bis Puerto López sind es nur 22 km. Die letzten paar kleinen Hügel schaffen wir wohl auch noch bis zu unserem Zielort. 

Puerto Lopéz ist etwas größer und sogar mit einem Supermarkt ausgestattet. Wir probieren heute mal eine Unterkunft, die der Reiseführer empfiehlt und da Nebensaison ist, kann ich bestimmt noch den Preis herunterhandeln. Das abgelegene Hosteria Anwesen liegt am Ende des Strandabschnittes, ideal für uns. Allerdings sieht es ziemlich nobel aus. Ich versuche mein Glück trotzdem, aber scheitere kläglich. Die Besitzer sind ein schweizer-italienisches Pärchen. Wir stellen immer wieder fest, sobald die Unterkunft im Reiseführer aufgeführt ist, werden die Preise deftig erhöht, denn der Normaltourist bucht ja normalerweise im Voraus. Wir dagegen schauen auch mal links und rechts in die Nebenstraßen und 300 Meter weiter entdecken wir die kleine schnuckelige Hotelanlage Oceanic. Hier werden wir fündig: Rings um den großen Swimmingpool stehen geräumige saubere Bungalows mit Terrassen und Hängematten. Und das beste: der Pool gehört uns, denn wir sind die einzigen Gäste.
Salango Beach, kurz vor Puerto Lopéz
Blick auf Puerto Lopéz
09.11. Ayangue - Ayampe 53 km
Standortkoordinaten: S01.67846,W080.81290

Nach wenigen Kilometern erreichen wir Montañita. Eine Surferhochburg und für ecuadorianische Verhältnisse sehr touristisch. Natürlich gibt es keine Hotelketten, aber sehr viele kleine Hostels. Es scheint für die Ecuadorianer so eine Art Ballermann oder Lloret del Mar in Kleinformat zu sein. Sogar Gringos sichten wir. Schnell weiter denken wir und treten noch mal in die Pedalen. 

Auf den folgenden Kilometern haben sich viele wohlbetuchte Aussteiger niedergelassen. Erinnert uns stark an Santa Barbara in Californien. Neben der Straße stärken wir uns mit Empenadas und richtig gutem Kuchen. Denn es soll laut Aussage eines Gastes nun hoch in die Berge gehen. Genauer gesagt hätten wir fünf Anstiege bis Puerto López vor uns. Wir müssen da gleich an Peru und die 4000 Meter hohen Pässe denken und packen eilig unsere Sachen. Kurz hinter dem Dorf kommt dann die grüne Wand. Das bedeutet links und rechts der Straße undurchdringlicher Urwald und Temperaturen wie im Gewächshaus. Nach kurzer Zeit fahren wir schon die erste Strecke bergab, sehen uns an und fragen uns: das soll ein Berg gewesen sein? 

In dem nur aus einigen am Strand liegenden Bungalows bestehendem Dorf Ayampe wollen wir eigentlich nur Pause machen. Es gefällt uns aber so gut, dass wir gleich einen kleinen Bungalow am Strand mit Meerblick beziehen. Am Abend können wir vom Balkon den Surfern beim Wellenreiten zusehen.

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön...
Touristendorf Montañita
Strand von Ayampe