Freitag, 7. Juni 2013

06.06. San Nicolas de los Arroyos - Pergamino 75 km
Standortkoordinaten: S33.89001,W060.56917

Die Fähnchen am Straßenrand weisen hungrigen Autofahrern auf einen Verkaufstand hin. Uns zeigen die Fahnen die Windrichtung an. Klar, dass der Wind direkt von vorne kommt. Er könnte auch von schräg rechts oder von links kommen, aber er hatte ja vorausschauend gestern Nachmittag so gedreht, dass wir ihn heute wieder direkt von vorne haben. Nach 75 km in Pergamino angekommen. Kurze Hotelsuche, wir entscheiden uns für das Hotel Fachinat. Orangenbäume wachsen vor der Tür. Zwei Früchte lassen wir gleich mal mitgehen. 



05.06. San Pedro - San Nicolas de los Arroyos 77 km
Standortkoordinaten: S33.40812,W060.18895

Wir machen uns etwas verspätet auf den Weg und wir mussten feststellen, dass wir einen neuen Freund gefunden haben. Der Wachhund wollte mit uns. Nach etwa 5 km verließen ihn seine Kräfte. Wir müssen ihn schweren Herzens dort lassen. Ich hätte ihn gern gegen etwas von meinen Sachen eingetauscht, so dass Platz wäre, nur von dem bisschen auch noch etwas dalassen, das habe ich mich nicht getraut. Der Wind bläst wie immer von vorne und erst kurz vor dem Campingplatz dreht er, so dass er nun von Südwest kommt. Klar, dass wir morgen genau nach Südwesten radeln müssen. Der Campingplatz liegt direkt an der Autobahn. Eigentlich ganz schön an einem Fluss gelegen, nur so laut, man könnte denken man zeltet auf dem Mittelstreifen. Irgendetwas ist ja immer: heute Abend ist es Simons neue Isomatte die abpfeift. Kein loch, nein, die Naht geht auf. Kurz geflickt, aufgeblasen, es pfeift schon wieder ab. Aha, die Naht geht nicht nur an einer Stelle auf, sondern an vier Stellen. 3 Flicken weiter und die Isomatte hält dicht.




04.06. San Pedro 10 km
Standortkoordinaten: S33.67871,W059.65360

Die erste Nacht im Zelt war eigentlich super, nur haben wir am Vorabend nichts von den Hunden mitbekommen, die dann die ganze Nacht um die Wette bellten. Deshalb ist heute Ruhetag angesagt. Wir wechseln den Campingplatz und hoffen auf eine geruhsame Nacht. Wir stellen auch hier fest, dass es so ganz ohne nächtliche Ruhestörung nicht geht. Denn die Südamerikaner gehen nicht mit ihren Hunden spazieren, sondern fahren genüsslich und ruhig  mit dem Auto spazieren. Ein gutes hatte es diese Nacht, wir hatten direkt vor unserem Zelt die ganze Nacht ein Wachhund, der uns mal nicht Angriff.


Der Wachhund




03.06. Campana - San Pedro 102 km
Standortkoordinaten: S33.66808,W059.66968

Wir machen uns mit dem ersten Morgengrauen auf dem Weg zur Autobahn 9, mit der wir uns bereits am Vortag vertraut gemacht haben und wir genau wissen, wenn wir nicht die nächste Ausfahrt nehmen, wie wir dem Verkehr mitteilen, dass wir weiter gerade aus fahren wollen. Die ersten 50 km laufen super und wir kommen zügig voran. Ab km 60 haben wir mit Gegenwind zu kämpfen. So wurden die letzten 40 km ziemlich anstrengend. Nach etwa 8 Stunden kommen wir in San Pedro an. Nur noch kurz ein Campingplatz gesucht und schon war der Tag zu Ende. Klar, dass der neue Kocher leckt. Kurz den O-Ring wechseln, dann gibt es essen.



Montag, 3. Juni 2013

02.06. Tigre - Campana 61 km
Standortkoordinaten: S34.16385, W058.96088

Ab auf die Autobahn 9. Verbotsschilder weisen uns darauf hin, dass wir hier nichts zu suchen haben. Schnell durch die Mautstation schleichen und schon sind wir auf der schwerlastverkehrgeprägten Autobahn Richtung Norden. Wann wird uns die Polizei anhalten? Sind wir schon im Verkehrsfunk? Wir fahren auf dem Standstreifen Kilometer für Kilometer, dann die Überraschung. Von hinten hören wir ein leises surren, welches  immer lauter wird und dann überholt uns plötzlich mitten auf der Autobahn ein Pulk von 20 Rennradfahrern. 
01.06. Buenos Aires - Tigre 47 km
Standortkoordinaten: S34.42145, W058.58474


Heute machen  wir uns auf dem Weg raus aus der 13 Millionen Stadt Buenos Aires. Wir wählen einen Umweg über den sicheren Vorort San Isidro und gefühlte 300 Ampeln weiter sind wir schon in Tigre. Leider hat uns unser GPS Tracker nicht 100 % unterstützt, sondern hat uns auf der Hälfte im Stich gelassen. Das Problem wird hoffentlich schnell gelöst. Simons Motto ab heute: "wenn wir an jeder roten Ampel anhalten, dann kommen wir nie an"... Gesagt getan. Nach einer kleinen Irrfahrt durch Tigre, verbunden mit einer unfreiwilligen Durchfahrt durch ein Armenviertel übernachten wir heil angekommen im B&B bei der Besitzerin Elsa Schwab. Während der Irrfahrt in einer der Favelas wurde ich (Daniela) von 2 Hunden gleichzeitig "angegriffen". So schnell habe ich noch nie in die Pedale getreten, um von dort wegzukommen. 

Start in Buenos Aires



31.5. Buenos Aires

Start der einjährigen Reise

Den ersten Tag in Buenos Aires haben wir gut überstanden. Selbst die berühmte Avenida de 9 Julio (Resturlaub mit Simon Peters für Insider) ist für uns kein Problem, allerdings ohne Fahrrad. Am Abend fahren wir mit der U-Bahn ins Zentrum, was in Buenos Aires einfach und schnell gelingt. Für 50 Cent pro Weg kann die U-Bahn genutzt werden. Wir entschließen uns auf dem Schwarzmarkt Geld zu tauschen, was nicht wirklich legal ist. Aber dafür bekommen wir doppelt so viele Pesos wie bei der Bank.

Es ist tatsächlich eine 14-spurige Straße