Dienstag, 22. Oktober 2013

21.10. Puyango - Santa Rosa 81 km
Standortkoordinaten: S03.44862, W079.95997, Höhe: 40m

Frühsport mit Schotterpiste bergauf ist angesagt. Nach 10 Minuten sind wir klitschenass geschwitzt, da das Wetter sich heute wie im Gewächshaus anfühlt. Reichen unsere 6 Liter Getränke überhaupt? Wir kommen an vielen Rinderherden vorbei. Die Rinder erinnern mich irgendwie an eine Starwarsfigur.

Etwa nach 9 km scheint der Beton wieder da zu sein. Da macht das Bergauffahren gleich mehr Spaß. Nach 19 km und 500 Höhenmeter dann die Abfahrt. Das Wetter ist und bleibt sehr tropisch. Der Höhenmesser sinkt rapide ab und mein Tacho zeigt mal wieder 45 km/h an. Aus dem Gewächshauswetter wird Nieselwetter. Wir fahren quasi unterhalb der Wolken durch. Runter vom Gas, da die Straße rutschig und schmierig wird. Ich habe schon keine Brille mehr auf, ob ich ohne mehr sehe? 

Zur Stärkung genehmigen wir uns noch Mandarinen, die wir am Straßenrand kaufen. Ja, die rechte ist eine Mandarine und keine Orange. Das sind die Besten Mandarinen, die wir auf unserer Reise hatten und wir bekommen noch von der Verkäuferin drei geschenkt. 

Nach kurzem wieder auf und ab sind wir in der größeren Stadt Arenillas angekommen, in der wir eigentlich bleiben wollen. Zu bieten hat diese Stadt so nichts. Uns erstaunt, dass die Stadt wirklich nur 2 Hotels besitzt. Ein Luxus-Spa Ressort vor den Toren der Stadt und eine 20 Dollar Abstellkammer. Spa, das hätten wir uns verdient, aber leider reicht das Budget nicht aus. Es ist gerade Mittagszeit und es regnet. Wir entschließen die Pause hier zu verbringen und 20 km weiter nach Santa Rosa zu fahren, denn es ist ja noch früh. Jedenfalls besitzt dieses kleine Städtchen viele kleine Unterkünfte. Für die vierte Unterkunft entscheiden wir uns, denn wir haben einen kleinen Pool dabei und wir nehmen das Upgrade für 5 Dollar extra und bekommen die Dusche mit heißem Wasser und noch ein Frühstück dazu. Gut, dass man nicht immer das Erstbeste wählt. 







unser Luxus im Alexia Queen Hotel

20.10. Alamor - Puyango 39 km
versteinerter Wald (Bosque Petrificado)
Standortkoordinaten: S03.88259,W080.08289 Höhe: 330 m

Direkt an der Ortsausfahrt hört der Beton schlagartig auf und die Straße verwandelt sich in eine Schotterstraße, auf der ziemlich viel Verkehr herrscht. Es ist die einzige Straße von hier aus, die an die Küste führt. Nur nicht die Kontrolle verlieren, denn das Fallen auf dieser Straße ist bestimmt schmerzhaft. Ich durfte erst gestern wegen eines Hundes den Beton auf meinem linken Knie spüren. 

Erstaunlicherweise führt die Straße abwärts. Nach etwa 19 km hört die Schotterpiste auf und der tolle Beton zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Verwunderlich, dass es immer noch bergab geht. Unser heutiges Ziel ist die Besichtigung des versteinerten Waldes in Puyango. Wir haben Glück und verbringen heute die Nacht in unserem Zelt auf dem Picknick-Gelände des kleinen Dorfes. Kleine Planänderung, die Duschen- und Toilettenräumlichkeiten sind so groß, dass wir es uns da wirklich gemütlich machen können und die Tür können wir auch noch verrammeln. Das klitzekleine Dorf ist nämlich sehr neugierig was die Gringos denn da machen und wie die kochen. Morgen geht es aber nun wirklich endlich mal wieder bergauf.




Sonntag, 20. Oktober 2013

19.10. Celica - Alamor 27 km
Standortkoordinaten: S04.01820,W080.01955 Höhe: 1330 m

Auch heute morgen starten wir mit heißem sonnigen Wetter. Das kann ja was werden. Ersteinmal geht es etwas bergauf und wir erreichen einen schönen Aussichtspunkt. Ecuador mit seiner Bergkette ist auch nicht zu verachten. Der Blick lässt die Strapazen von gestern vergessen. 

Das Brennen und Ziehen in den Oberschenkeln ist aber immer noch nicht weg. Nach kurzem bergauf dürfen wir uns über 10 km Abfahrt freuen. Auf der anderen Seite des Berges erahne ich schon unser Ziel für heute. Sieht eigentlich gar nicht so steil und weit aus, aber wer weiß, um wieviele Berge wir wieder herum müssen. Wir sind schneller am Ziel als geplant, Gott sei Dank, denn es kann ja nicht immer nur bergauf gehen. Da die schöne betonierte Straße hier in Alamor aufhören soll und wir die nächsten 2 Tage wohl oder übel auf Sand, Schotter oder was auch immer fahren, genehmigen wir uns einen halben Ruhetag. 

Das Hotel Bosque sieht von außen eher schlecht aus, aber anschauen kostet ja nichts. Und es ist ein richtiges tolles Hotel. Nur die inneren Werte zählen eben. Zur Abwechslung gibt es Hähnchen mit Pommes und vorweg eine Hühnersuppe. Diesmal habe ich die Innereien und den Hühnerfuß in meiner Suppe.



Kirche von Alamor



 
18.10. Macará - Celica 65 km
Standortkoordinaten: S04.10315, W079.95537 Höhe: 2000 m

Uns in Peru und Bolivien entgegenkommende Radler warnten schon vor dem ewigen Auf und Ab und den extrem steilen Straßen in Ecuador. Recht sollten sie haben. Zum Frühstück geht es erstmal 10 km im ersten Gang 700 Höhenmeter bergauf. Um 9:00 Uhr ist es schon brütend heiß. Die Sonne brennt, 35 Grad im Schatten, der Schweiß läuft in Strömen. Dann das ganze wieder auf 600 Meter herunter und danach alles wieder herauf auf 2000 Meter Höhe. Geradeaus geht es heute gar nicht. 

Ich freue mich riesig, als ich sehe, dass es in Ecuador Eis von der Firma Langnese gibt. Zum Mittag verspeisen wir mal eben 900 ml Schokoladeneis an der Abzweigung nach Celica, was für ein Luxus. Die Kalorien verbrennen wir aber locker, schlussendlich werden heute mehr als 2100 Höhenmeter bergauf geradelt. Immerhin ist die Straße durchgehend betoniert. Das fährt sich fast besser als manch Asphalt in Peru. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir dann endlich nach 10 Stunden in Celica an, die Oberschenkel brennen. Heute heißt es, duschen, essen und ab ins Bett, denn was uns morgen auf der zwar kurzen Strecke erwartet, wissen wir leider heute noch nicht.




Freitag, 18. Oktober 2013

Ecuador


17.10. Suyo (Peru) - Macará  (Ecuador) 19 km
Standortkoordinaten: S04.38325, W079.94399, Höhe: 460 m

Ecuador empfängt uns mit schönem Schietwetter. Gut, dass uns direkt hinter der Grenze das Dorf Macará erwartet. Mit 24 US Dollar ist da Hotel Los Arrozales zwar etwas teuer, dafür aber auch sehr schön. An der Grenze treffen wir noch zwei Fahrradfahrer aus den Niederlanden mit denen wir gleich Geld und Landkarten tauschen. Welch ein Glück! Die offizielle Währung in Ecuador ist der US Dollar, was uns das Umrechnen nach diesem für uns fünften Grenzübergang nicht ganz so schwer macht.






16.10. Tambo Grande - Suyo 72 km
Standortkoordinaten: S04.51315, W080.00185, Höhe: 420 m

Wir hätten gestern lieber noch nach Las Lomas fahren sollen, das nächste größere Dorf nach Tambo Grande. Laut Internetrecherche gibt es hier aber keine Unterkünfte. Beim vorbeifahren sehen wir schon sechs. Schade, wäre sicherlich eine ruhigere Nacht gewesen. 

Nach Las Lomas wird es hügelig und die Straße schlängelt sich bergauf und bergab durch Bananenplantagen und Reisterassen. Der Asphalt ist hervorragend und so kommen wir schon gegen Mittag in Suyo, unserem letzten Stop vor der Grenze zu Ecuador, an. Im Hostal Ines finden wir ein einfaches aber sauberes Zimmer und an der Ecke zur Hauptstraße gibt es das letzte Mal für uns das peruanische Mittagessen Almuerzo.

Mangos 

15.10. Chulucanas - Tambo Grande 38 km
Standortkoordinaten: S04.92913,W080.34300 Höhe: 120 m

Das Bettzeug ist frisch, das Badezimmer sauber und es regnet. Drei Dinge, die einzeln schon selten in Peru sind und die wir zusammen noch nicht erleben durften. Wir warten ersteinmal den Regen ab und bleiben bis zehn Uhr in den Betten liegen. 

Die Fahrt nach Tambo Grande führt uns durch Obstanbaugebiete. Bevorzugt Mangos, aber auch Papayas, Kokosnüsse und natürlich jede Menge Bananen werden links und rechts der Straße angebaut. Peru zeigt sich so kurz vor der Grenze noch einmal von seiner freundlichsten Seite. Die Leute grüßen, winken und lachen und ein älterer Herr in einem fast genauso alten verrosteten Pick-up kann es gar nicht fassen, dass er doch noch mal Weiße zu sehen bekommt. Am liebsten würde er uns mal anfassen.

Das Leben ist ganz einfach hier. Autos gibt es kaum. Dafür Motos, dreirädrige Motorradtaxis. In Thailand werden diese Tuk Tuks genannt. Viel wird auch auf Eselskarren transportiert. Unser Hospedaje liegt direkt an der Hauptstraße und ist durch die vielen Motos so laut, das man denkt, man übernachtet an einer Autobahntankstelle. Dazu hört der Besitzer Musik in Discolautstärke. Auch er möchte wohl den Lärm der Motos übertönen.




überschwemmte Straße, schwimmen?
Trüber Tag
Moto Taxis