Montag, 25. November 2013

23.11. San Lorenzo - Ibarra (Busfahrt)
Standortkoordinaten: N00.38081,  W07808950

Ein Besuch in Quito darf bei einem Ecuadorurlaub nicht fehlen. Wir entschließen uns mit dem Bus nach Ibarra zu fahren, um dort auf der Finca-Sommerwind zu übernachten. Ein Radfahrer hat es uns wärmstens ans Herz gelegt. Da es auf unserer Route gen Norden nähe der kolumbianischen Grenze auf dem Weg liegt, legen wir hier einen Stop ein. Die Eigentümer dieses Anwesens kommen aus Bremen und sind vor 3 Jahren hierher ausgewandert. Wir werden auch gleich freundlich in Empfang genommen und dürfen auch endlich mal wieder zelten. Leider spielt das Wetter nicht mit und es regnet am Abend für eine kurze Zeit.

www.finca-sommerwind.com 





Ehemalige Rennstrecke von Ibarra 
22.11. Las Peñas - San Lorenzo 80 km
Standortkoordinaten: N01.28648, W078.83540

Lange schlafen können wir heute nicht. Die heutige Etappe bringt uns wieder ins Innenland und das bedeutet wieder Hügel rauf und Hügel runter, denken wir. 

Diesmal kommt es anders als geplant, es rollt sich fabelhaft auf der Fahrbahn und es ist tatsächlich plano, wie der Ecuadorianer sagt. Die erste Pause legen wir bei Km 30 ein. Wahnsinn, wenn das so weiter geht, wäre das traumhaft. Und tatsächlich wir erreichen eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 km/h. Ich kann es selbst kaum glauben, aber um 12 Uhr erreichen wir die Stadt San Lorenzo. Es ist sozusagen nur ein halber Radtag. Am Nachmittag bummeln wir durch die Kleinstadt. Im Hostal Stefany kommen wir gut und günstig unter, aber auch nur kaltes Wasser und diesmal mit Salz, fühlt sich komisch auf der Haut an. 

In San Lorenzo lebt es sich wie in Afrika. Wir sind die einzigen weißen weit und breit. Die Einwohner sind die Nachkommen ehemaliger Sklaven aus Afrika. 


Dorf unterwegs

Freitag, 22. November 2013

21.11.  Las Peñas
Standortkoordinaten: N01.09483, W079.16656

Da es das letzte Mal auf der Reise sein wird, wo wir im Pazifik baden und an einem schönen Muschelstrand ausspannen können, bleiben wir gleich noch eine Nacht hier. Das Meerwasser hat Badewannentemperatur...

Cabañas El Paraiso

20.11. Esmeraldas - Las Peñas 76 km
Standortkoordinaten: N01.09483, W079.16656

Wir haben Glück und es gibt eine Abkürzung raus aus der Stadt. Eine Brücke verbindet den Hafen im nördlichen Stadtteil Las Palmas mit der östlichen Ausfahrt der Stadt Esmeraldas. Wir müssen also nicht durch die Stadt raus in Richtung Landstraße E15. 

Über die Küstenstraße  geht es zu unserem heutigen Ziel nach Las Peñas, dem wohl letzten Ort mit Strand und Palmen am Pazifik. Nur wenige Hügel sind heute zu bewältigen, die meiste Zeit ist es flach. Es ist auch gut so, denn die Sonne brennt heute gnadenlos auf uns herab. Wir beeilen uns ein bißchen, damit wir die restliche Nachmittagssonne am Strand unter Palmen genießen können, denn wer weiss, wie das Wetter morgen wird. 

Las Peñas erreichen wir gegen 13.30 Uhr, Zeit für ein Almuerzo. Das Dorf gefällt uns ganz gut. Es ist klein, mit einigen Strandrestaurants, die größtenteils noch geschlossen haben. Die Ruhe vor dem Ansturm? Auch hier sind wir die einzigen Touristen in dem ganzen Dorf. Am Ende der Sandstraße sehen wir kleine, ganz einfache Hütten auf einem nett angelegten Rasenstück, mit Verbindung zum Strand. Ein sehr freundliches ecuadorianisches Pärchen nimmt uns als einzige Gäste in Cabañas El Paraiso in Empfang.

So eine Hecke will ich auch... Am Straßenrand

Dorfstraße Las Peñas
19.11. Same - Esmeraldas 53 km
Standortkoordinaten: N00.98932, W079.65578

Am liebsten wäre ich noch hier geblieben, aber es hilft nichts. Die Zeit drängt ein wenig. Kurz hinter Same liegt ein Leguan inmitten der Fahrbahn und hat sich totgestellt. Um ein Haar hätte ihn ein Auto Platt gewalzt. Hier kann der doch nicht still liegenbleiben. Simon sucht einen langen Stock und versucht ihn von der Fahrbahn zu schubsen, keine Chance. Er will einfach nicht weg. Wir können ihn aber da nicht seinem Schicksal überlassen. Also mit aller Kraft wird der Stock unter dem Bauch angesetzt und Simon setzt ihn sicher wieder an den Wegesrand. Puh, nochmal gut gegangen. 

Wir wollen die Streckenabschnitte nicht so lang halten, da das Wetter unerträglich schwül ist. Mein Thermometer misst heute wieder über 30 Grad und kein Luftzug. Meine Gangschaltung lässt sich nicht schalten, da ich immer wieder wegrutsche, so schwitzige Hände habe ich. Da muss ich doch wohl oder übel die Fahrradhandschuhe anziehen. 

Übernachtet wird heute in Esmeraldas, und damit in der angeblich gefährlichsten Stadt Ecuadors. Städtebaulich nicht sehr attraktiv, aber der hohe Anteil an Afro-ecuadorianischer Bevölkerung und die Vegetation verleiht ein leicht karibisches Flair. 





Ach ja, die 6000er Marke ist erreicht!

Montag, 18. November 2013

18.11. Same
Standortkoordinaten: N00.84184, W079.93127

Ruhetag am Strand.



17.11. Mompiche - Same 70 km
Standortkoordinaten: N00.84184, W079.93127

Der Regen hat aufgehört. So richtig können wir uns aber mit dem Dorf Mompiche nicht anfreunden. Zu viele Gringos um uns herum und das bei einem Dorf, dass nur aus 3 kleinen Straßen besteht. 

Die letzten Tage merken wir in unseren Beinen. Ein Ruhetag muss her. Ich bete, dass es uns im klitzekleinen Dorf Same gefällt. Alle halbe Stunde müssen wir eine Pause einlegen, sonst ist der heutige Tag nicht zu überstehen. Eigentlich bräuchten wir nur den ersten und den letzten Gang unserer Gangschaltung, denn auch heute geht es wieder nur auf und ab. Neben der Straße immer wieder Bananenstauden. Die kleinen gelben Dinger helfen uns heute den Tag zu überstehen. 

In Same angekommen, entdecken wir einige Hütten direkt am Strand. Simons Vermutung liegt bei 100 Dollar für die Hütte in der ersten Reihe am Strand. Die nette Señora verlangt 50 Dollar. Ziemlich viel für uns. Aber dank guter Überzeugung und der Erklärung, dass wir uns ja noch im Winter befinden und noch keine Saison sei, wusste sie auch nichts mehr zu sagen. Die Steuern hat sie auch weggelassen und so waren wir beide mit 30 Dollar zufrieden. Die erste Amtshandlung ist dann das Baden im Pazifik vor der Veranda.