Donnerstag, 27. März 2014

23.03.Rio de Janeiro - Sepetiba 68 km
Standortkoordinaten: S22.98241, W043.69775

Um drei Uhr Nachts kommen die letzten Partygänger lärmend die Treppe hinauf. Die Musik der Bar vor der Tür spielt noch bis fünf Uhr morgens. Wir haben uns auf das Schlimmste eingestellt und wurden doch positiv überrascht. Nichts von dem passiert und wir schlafen äußerst ruhig. 

Während des Frühstücks fängt es an zu regnen. Nicht so ein normaler Regen, nein, sondern der von der tropischen Sorte. Der bei dem du schon bis auf die Unterhose nass bist wenn du dir gerade die Regenjacke anziehen willst. Also noch ein Sandwich in den Sandwichmaker legen. Die Maschine ist ein Segen bei dem Toastbrot welches es hier zum Frühstück gibt. Das ist die Sorte von möchtegern Vollkornt-Toastbrot, die du mit etwas Wasser vermengst zu einem Ball formen kannst der noch die WM überstehen würde. Immerhin gibt es hier in Brasilien wohl so eine Art Frühstück. In Argentinien wurden ja eine Tasse Kaffe und drei Kekse als Frühstück serviert.


Nochmal kurz den Reiseführer lesen. „Besonders an Wochenenden, wenn die Einheimischen nicht am Strand sind, sind Copacabana und Ipanema zu meiden. Wertsachen haben am Strand nichts, aber rein garnichts zu suchen." Auch das Auswärtige Amt warnt vor Rio. Gewalt, Überfälle und täglich liefert sich die Polizei mit den Drogendealern in den Favelas wüste Schlachten. Letzte Woche sind dabei vier Polizisten gestorben. Also alles in allem ein ideales Terrain zum Fahrradfahren. 

Aber es gibt auch positives. Fahrradwege zum Beispiel. Wobei das Konzept oftmals nicht ganz zu Ende gedacht wurde. Enden doch viele Fahrradwege einfach an einem Poller, in einer Sackgasse oder an unüberwindlichen Bordsteinkanten. Dabei bevölkern auch die Fußgänger gerne die Fahrradwege und lassen sich auch durch Klingeln nicht von diesen verscheuchen. Zu ungewohnt ist wohl der Klang einer Fahrradklingel. Und manch Einwohner Rios wird sich schon gefragt haben: Warum sind Teile des Fußweges rot gestrichen und mit solchen merkwürdigen weißen Fahrradsymbolen gekennzeichnet?


Der Regen verflüchtigt sich und wir machen uns mit unseren vollgepackten Rädern auf den Weg zur Copacabana. Nebenbei: es ist Sonntag. Schon nach zehn Minuten sind wir dort und genießen mit hunderten Spaziergängern, Joggern und Fahrradfahrern den Blick in die weltberühmte Bucht. Übrigens: fast alles Einheimische, wie es scheint. 

Entlang der ellenlangen Strandpromenade machen wir noch einige Fotos. Das zum Thema Wertsachen im Hotelsafe lassen. Dann Ipanema - fast noch schöner. Und ewig geht der Fahrradweg weiter bis, ja bis er plötzlich im Nichts endet. Nun folgt die verkehrsreiche Avenida Niemeyer zum nächsten Strand, wunderschön, Namen vergessen. Dort auch wieder Fahrradweg - endet dann einige Kilometer weiter wieder im Nichts, also am nächsten Berg. Stück zurück, vierspurige Straße überqueren, die Autos fahren hier wie die Henker und in die nächste Bucht. So geht es dann von Bucht zu Bucht. Eine schöner als die andere bis wir in Sepetiba landen. 

Da Sonntag ist, ist hier der Hund begraben und da kein einziges Geschäft geöffnet hat, gönnen wir uns den Luxus Essen zu gehen. Nach 67 Kilometern ist Sepetiba die erste Stadt an einem Strandabschnitt die irgendwie vom Tourismus verschont wurde. Dementsprechend schwierig gestaltet sich die Suche nach einer geeigneten Unterkunft. Irgendwann finden wird dann das einzige Hotel in der Stadt - es wird nach Stunden bezahlt. 



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Ipanema
Und wieder ein Strand
Einer der zahlreichen schönen Strände 


Sonntag, 23. März 2014

22.03. Rio de Janeiro 
Standortkoordinaten: S22.95491, W043.18590

Das zweite Wahrzeichen von Rio will auch noch besucht werden. Der Cristo Redentor (Christus der Erlöser). Mit dem Massenstrom der Touristen gelangen wir mit der Zahnradbahn auf den 710 m hohen Corcovado Berg, der im kleinen Nationalpark gelegen ist. Nach einer 20-minütigen Fahrt erreichen wir den Gipfel und die Aussicht auf Rio ist noch schöner. Nachmittags baden wir am Strand von Copacabana.




21.03. Rio de Janeiro
Standortkoordinaten: S22.95491, W043.18590

Rio de Janeiro ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens und seit 1960 nicht mehr Hauptstadt. Von den nördlichen Bezirken sollte man sich als Tourist fernhalten, denn die armen Stadtviertel sind nicht gerade auf Touristen eingestellt. Auch kurz vor der WM 2014 sind Proteste gewalttätiger Art keine Seltenheit in der Millionenmetropole, erst gestern Nacht gab es wieder Ausschreitungen, die wir Gott sei Dank nicht mitbekamen. Das hält uns trotzdem nicht ab, Rio in den südlichen Bezirken zu erkunden. Die Kamera lassen wir trotzdem vorsichtshalber zu Hause, man weiß nie. 

Den weißen Strand von Copacabana und Ipanema spüren wir unter unseren Füßen. Eigentlich wollen wie baden, nur sind die Wellen so extrem hoch, dass wir es beim anschauen belassen. So mancher Surfer würde sich hier gerne in die Fluten stürzen. Was wäre Rio ohne den Besuch des berühmten Pao de Açúcar  (Zuckerhut)? Einen schönen Sonnenuntergang erleben wir heute nicht, denn Gewitter und Regen hat sich heute am Nachmittag breit gemacht. Mit der Seilbahn geht es in zwei Abschnitten auf den 395 m hohen Glockenberg. Von hier oben ist die Aussicht wunderbar. Am Abend sind die Strände wie im Fußballstadion hell beleuchtet. 





20.03. Puerto Iguazu - Rio de Janeiro (Brasilien)
Standortkoordinaten: S22.95491, W043.18590

Südamerika hat viele schöne Ecken. Diese alle mit dem Rad in einem Jahr zu erkunden ist fast unmöglich. Wir müssen leider einen Teil unserer geplanten Route streichen, die Auswahl ist schwer. Auf Rio de Janeiro möchte ich nicht verzichten. Dann muss uns eben der Flieger nach Rio bringen und nicht das Rad.

Im strömenden warmen Regen fahren wir mit den Rädern zum Flughafen, aber es hilft nichts und Augen zu und durch. 20 km strampeln wir bei tropischen Temperaturen. Genügend Zeit um Gepäck und Räder einzupacken ist eingeplant. Alles sorgfältig in Frischhalte eingewrappt, fertig. Zuerst wollte uns die Einwickelfirma teuer ihre Verpackung verkaufen, die wir dankend ablehnen. In Rio landen wir um 19:30 Uhr, um 21:00 Uhr sind wir im Ocean Inn Hostal im Stadtteil Botafogo. 



19.03. Puerto Iguazu - Foz de Iguaçu (Brasilien) - Puerto Iguazu

Wenn wir schon einmal so nah an den Wasserfällen sind, schauen wir uns diese auch von der brasilianischen Seite an. Gewitter und Donnergrollen, direkt über uns am Garganta del Diablo, welch ein Schauspiel. Diese Abschnitte der Wasserfälle gefallen mir am Besten.

Coati (Nasenbär)





18.03. Puerto Iguazu 

Ruhetag

Donnerstag, 20. März 2014

17.03. Puerto Iguazu 

Einmal im Leben die Iguazuwasserfälle ansehen und das machen wir heute. Es gibt nicht viel zu schreiben, einfach nur atemberaubend, fantastisch und Hammer....piep. Argentinien hat in diesem Fall die besseren Karten, denn die Wasserfälle sind zu 80 % auf argentinischer Seite und man bestaunt diese hautnah.